Geliebt, gehasst, geduldet – Groschenhefte in der DDR

"Erschreckend häufen sich jetzt die von Jugendlichen begangenen Verbrechen. Ihre Anleitung erhalten sie durch die Schundromane, die von Westberlin in die DDR eingeschleust werden.“

Solche und ähnliche Meldungen finden sich häufig in den ostdeutschen Zeitungen der 1950er Jahre. Die Kritik zielte auf die sogenannten Groschenhefte, die mit zahllosen Western, Kriminal- und Abenteuergeschichten den westdeutschen Markt überschwemmten, aber auch im Osten Deutschlands gern und viel gelesen wurden.

Ab Mitte der 1950er Jahre begannen ostdeutsche Verlage, eigene Groschenheftreihen zu veröffentlichen – die natürlich anders und besser sein sollten als die westdeutschen „Schmöker“. In den ersten Jahren unterschieden sie sich in ihrem äußeren Erscheinungsbild jedoch kaum vom kapitalistischen Gegenstück. Titel und grafische Gestaltung waren ähnlich aufreizend und verlockend. Worin lag also der Unterschied?

Die Ausstellung stellt die in der DDR erschienenen Serien wie „Blaulicht“, „Das neue Abenteuer“, „Erzählerreihe“ oder „Meridian“ sowie ihre inhaltliche Ausrichtung vor. Die Geschichte der Groschenhefte in der DDR erzählt zugleich ein spannendes deutsch-deutsches Kapitel aus der Zeit des Kalten Krieges.

Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung
Zurück