12. Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie

Das Museum für Angewandte Kunst Gera zeigt in einer Sonderausstellung die Arbeiten der Preisträger des „12. Aenne-Biermann-Preises für deutsche Gegenwartsfotografie“.

Der seit 1992 biennal stattfindende Wettbewerb hat sich zu einem der wichtigsten Fotopreise in Deutschland entwickelt. Seine Geschichte repräsentiert auch die Geschichte der jüngeren deutschen Fotografie in den letzten 25 Jahren. An der Ausschreibung beteiligten sich 176 Einsender mit insgesamt 317 Arbeiten. Aus ihnen wählte die Jury, bestehend aus Prof. Klaus Honnef (Bonn), Wolfgang Kil (Berlin), Daniel Poller (Leipzig), Holger Peter Saupe (Gera) sowie Dr. Verena Titze-Winter (Wiesbaden) als Vertreterin des Mitveranstalters der SV SparkassenVersicherung die Preisträger- und Anerkennungsfotos aus.

Die inhaltlich wie formal breite Spannbreite der gezeigten Exponate reicht von der Auseinandersetzung mit dem Verhältnis der künstlerischen Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Russland und der Architektur stalinistischer Prägung im Spannungsfeld modernen Lebens im Jahr 2016 bis hin zu einer Serie, in der die Betriebsamkeit um eine einfache, in einem Wohngebiet aufgestellte Tischtennisplatte zum Synonym für die Vielfalt der heutigen Gesellschaft avanciert. Ebenso vertreten sind Arbeiten, die die Phänomene Zeit, Wahrnehmung und Vorstellungskraft mit den Mitteln der Fotografie ausloten oder aber die Wirkmechanismen von Fotografien in inszenierten kommerziell genutzten Räumen untersuchen.

 

Preisträger 12. Aenne Biermann Preis
Almut Hilf, Denken im Bestand IIo.T. (in den Augen des Teichhuhns)180 x 336 cm, Pigmentprint, dreiteilig, kaschiert auf Aludibond gerahmt, 2017
Blick in die Ausstellung "12. Aenne-Biermann-Preises für deutsche Gegenwartsfotografie"
Blick in die Ausstellung "12. Aenne-Biermann-Preises für deutsche Gegenwartsfotografie"
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