Podcast Stadtgeschichte[n] aus dem Stadtmuseum Gera

 

Der Podcast Stadtgeschichte[n] bietet vielseitige und interessante Themen zur Geschichte unserer Stadt; blickt hin und wieder aber auch über den Tellerrand in die Weltgeschichte hinaus. Tauchen Sie hinein in längst vergangene Zeiten und entdecken Sie spannende, kuriose, manchmal auch seltsame und wunderliche Geschichten.

 

Folge 5:  'Von den Pyrenäen zum Atlantik – Eine Reise auf dem Jakobsweg'

Brigitte Falkenhain schenkte sich nach ihrer Zeit als Erzieherin und Heilpädagogin eine längere Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Daraus ist das Buch „Auf dem Jakobsweg – Ein persönlicher Erlebnisbericht und zugleich eine Reise zu sich selbst“ entstanden.

Vom Startpunkt auf der französischen Seite der Pyrenäen führte der Weg sie westwärts durch Nordspanien auf dem Camino Francés zum Wallfahrtsort Santiago de Compostela und weiter bis an den Atlantik zum Fischerdorf Fisterra. Brigitte Falkenhain möchte mit ihren tief verwurzelten Erfahrungen Menschen ansprechen und anregen, selber neue Entwicklungswege zu gehen und sich als Mitgestalter:in der Welt, in der wir leben, zu erleben.

Folge 5

 

Folge 4: Geschichte und Geschichten zur Straßenbahn Gera

Klaus Doller berichtet zur Geschichte und zu Geschichten der Geraer Straßenbahn. 68 seiner 83 Lebensjahre ist er mit der Straßenbahn und dem öffentlichen Nahverkehr verbunden. Er sagte einmal über sich selbst und seine Liebe zur Straßenbahn: „Einmal Straßenbahnfahrer, immer Straßenbahnfahrer. Ich kann im Grunde von früh bis abends Straßenbahn erzählen.“

Am 22.Februar 1892 rollten die ersten elektrische Straßenbahnen durch Gera. Dieses Datum jährte sich 2022 zum 130 Mal. Gera, damals eine aufblühende Industriestadt, war die zweite Stadt, nach Halle, in Deutschland mit einer „Elektrischen“. Die Linien Tinz – Debschwitz (16 Haltestellen) und Untermhaus – Lindenthal (14 Haltestellen) waren die ersten beiden Straßenbahnlinien. Seit dieser Zeit sind sie aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Ältere Einwohner kennen noch die Fahrstrecke durch die enge Johannisstraße über die Sorge und durch die Leipziger Straße. Fahrscheine wurden früher noch beim Schaffner gelöst. Viele Fahrgäste erinnern sich vielleicht noch an die Ansage des Schaffners: „Noch jemand ohne Fahrschein?“. Mit der Einführung der Zahlboxen und vor der Fahrt gekauften Fahrscheinen verschwanden die Schaffner aus der Bahn. Heute hat das Straßenbahnnetz eine Länge von ca. 21 km und es werden 40 Haltestellen angefahren. Zu besonderen Anlässen fährt auch die „Historische“ Bahn. Klaus Doller organisiert diese Fahrten und steht oft selbst an der Kurbel. Im Betriebshof des GVB befindet sich auch ein kleines, aber sehr sehenswertes, Straßenbahnmuseum.

Folge 4

 

3. Folge: Lebensreform und Freikörperkultur in der Weimarer Republik

Im Jahr 2008 entbrannte ein bitterer Streit zwischen polnischen Bewohnern und Touristen auf der beliebten Ferieninsel Usedom. Die in Grenznähe wohnenden Polen zeigten sich entrüstet über die anscheinend immer mehr werdenden Nacktbader, die hüllenlos die Sonne genossen. Die Freikörperkultur stieß in dem katholisch geprägten Land auf wenig Verständnis.

Doch auch wenn es vielen so erscheinen mag, dass FKK historisch gesehen ein relativ neues Phänomen ist, lassen sich ihre Wurzeln schon im ausgehenden 19. Jahrhundert finden. Gerade die Industrialisierung und Urbanisierung ließen überall in Deutschland radikale Reformgruppen entstehen, die eine neue Beziehung zum eigenen Körper lehrten und die Idee ‚Zurück zur Natur‘ predigten. Doch erst mit dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden sowohl die Freikörperkultur als auch die Lebensreformbeweung zum Massenphänomen. So ist die Zeit der Weimarer Republik bis heute eng mit beiden Strömungen verknüpft.

In unserer dritten Podcast Folge stellen wir die Entwicklung beider Bewegungen vor und zeigen auf, wie diese in Gera ausgelebt wurden.

Folge 3

 

2. Folge: Der verheerende Stadtbrand von 1780

Der Sommer des Jahres 1780 war äußerst heiß und regenarm. Viele Bäche und Flüsse waren über die Sommermonate ausgetrocknet. Auch der 18. September, ein Samstag, brachte kein milderes Wetter, obwohl eine leichter Wind durch die Stadt zog. Da brach plötzlich um kurz nach halb drei in einem Schweinestall der Greizer Gasse 58, die sich in der südöstlichen Vorstadt befand, ein Feuer aus. Die schnell alarmierten Löschmannschaften konnten wenig ausrichten. Die Folgen waren verheerend. Innerhalb der Stadtmauer brannten sämtliche Häuser nieder, einzig das Schreibersche Haus blieb bestehen. Auch wenn Gera über die Jahrhunderte von Stadtbränden geplagt wurde, brannte sich sprichwörtlich keiner so ins Gedächtnis, wie der Stadtbrand von 1780.

In unserer zweiten Podcast Folge lösen wir einen Kriminalfall, der fast die ganze Stadt zerstörte.

Folge 2

 

1. Folge: ein Museum im ehemaligen Zucht- und Waisenhaus

Können Sie sich vorstellen, dass es einst einen Ort gab, an dem Waisenkinder und Gefangene zusammen untergebracht waren? Genauso ein Ort war das Zucht- und Waisenhaus der Stadt Gera. Ab 1724 erbaut, diente es Waisenkindern bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts als Zuhause und Gefangenen als Ort, wo sie ihre Strafe absitzen mussten. Für uns heute ein unvorstellbarer Zustand, doch in der damaligen Zeit etwas völlig Normales. Heute fungiert das barocke Gebäude mit dem kleinen Türmchen auf dem Dach als Museum und erzählt die wechselvolle Geschichte der Stadt.

In unserer ersten Podcast Folge begeben wir uns auf die Spuren des Zucht- und Waisenhauses und ergründen seine spannende Vergangenheit.

Folge 1