Steinbruch Kahlleite – Erloschene Mineralfundstelle in Ostthüringen

Digitale Kabinettausstellung Museum für Naturkunde Gera

8. Juni 2021 bis 31. Dezember 2022

Das Museum für Naturkunde Gera präsentiert digital die Kabinettausstellung „Steinbruch Kahlleite – Erloschene Mineralfundstelle in Ostthüringen“. Die Schau setzt eine rote Linie des Museums fort, in der insbesondere Fundstellen und Aufschlüsse im Ostthüringer Raum aus mineralogischer Sicht vorgestellt werden. Dementsprechend widmet sich die Ausstellung den über 30 verschiedenen nachgewiesenen Mineralen des Steinbruchs, darunter ein für Deutschland einzigartiges Mineral. Die Mineralstufen stammen der Sammlung des Museums für Naturkunde Gera und aus den privaten Sammlungen von Daniel Köhler, Andreas Reinhold und Herbert Sinnig. Insgesamt werden 67 Exemplare präsentiert.

Der Steinbruch Kahlleite liegt an der Landstraße 3002 ca. 1,5 km nordwestlich von Löhma, nordöstlich von Schleiz gelegen, im ostthüringischen Saale-Orla-Kreis. Die Die Geschichte des Steinbruchs Kahlleite beginnt erst 1975 mit der Erschließung und dem Betrieb durch den VEB Saalburger Marmorwerke. Der abgebaute Knotenkalk wurde kaum als Block zum Herstellen großer Dekorsteinplatten abgebaut, sondern er wurde zu Splitt für einen ganz bestimmten Zweck zerkleinert. Im Rahmen des Rohstoffmangels der DDR-Bauwirtschaft auf der einen Seite und eines gewaltigen Wohnungsbauprogramms auf der anderen Seite wurde eine Alternative für ein attraktives, günstiges und reichlich vorhandenes Baumaterial entwickelt. Abfall- und Bruchstücke der Kalke – wie aus dem Steinbruch Kahlleite – zerkleinerte man maschinell und vermischte sie mit Spezialzement. Aus den daraus entstandenen Blöcken wurden dann die gewünschten und zum Teil farbenfrohen Platten geschnitten. Je nach Beimengung der verschiedenen Kalke entstanden so unterschiedlich farbige Agglomeratplatten, eine Art Terrazzo verwendet für Fußböden, Treppen oder Fensterbänke. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Steinbruch Kahlleite von der TNW-Natursteinwerke GmbH & Co. KG ausgebaut. Gefördert wurden nun jedoch große Mengen von Diabas in Form von Schotter und Splitt für die Bauindustrie, insbesondere für den Straßenbau. Somit erreichte der Steinbruch eine Dimension von über 300 mal 150 Metern. Aktueller Eigentümer des Steinbruchs Kahlleite ist seit 1. 12. 2012 die Hartsteinwerke Burgk GmbH & Co. OHG. Aktuell ist der Steinbruch im sogenannten ruhenden Betrieb. Er ist also nicht geschlossen oder stillgelegt, sondern es könnte bei Bedarf wieder Material abgebaut werden. Eine potentielle Mineralfundstelle ist der Steinbruch aktuell jedoch nicht, denn die Tiefbausohle steht unter Wasser, so dass das Areal an einen idyllischen Bergsee erinnert. Außerdem ist das Betreten des Geländes verboten, was durch zahlreiche Hinweisschilder mit den Aufschriften „Betreten verboten“, „Betriebsgelände“ und „Lebensgefahr“ deutlich angezeigt wird. Verstöße, wie z. B. durch Badegäste, werden mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruches geahndet.

Die meisten Mineralfunde gelangen enthusiastischen Mineraliensammlern im Steinbruch Kahlleite zwischen 1990 und 2010. Im Rahmen der Ausstellung wurde die Liste der nachgewiesenen Minerale noch einmal überarbeitet und ergänzt. Etwa 30 verschiedene Minerale sind aus dem recht kleinen Steinbruch nachgewiesen. Häufig sind Quarz und Calcit, letzterer mit ausgesprochenem Formenreichtum! Außerdem wurden von den Sammlern gelbliche Anatase, wasserklare Aragonite und grazile Malachite geborgen. Nur an einem eng umgrenzten Bereich entdeckt wurden Cinnabarit und Manganit. Beide Minerale sind in Ostthüringen nur von wenigen Fundstellen bekannt. „Mineralogischer Höhepunkt“ des Aufschlusses ist das seltene Mineral Ferroaluminoseladonit, das in wurmartigen Aggregaten in angewitterten Blasenhohlräumen einer Pillowlava entdeckt wurde. Weltweit sind nur sehr wenige Fundorte dieses Minerals beschrieben, innerhalb Deutschlands gilt der Steinbruch Kahlleite als einzige nachgewiesene Fundstelle!

Regionalgeologisch ist die Lage des Steinbruchs Kahlleite in die Nordwestflanke des Bergaer Sattels einzuordnen. Während des Oberdevons von vor ca. 360 bis 380 Millionen Jahren war das Gebiet des Steinbruchs ein eher flacher Meeresbereich mit intensivem Vulkanismus. Es stehen dementsprechend oberdevonische Gesteine an, wobei es sich in der Hauptsache um sedimentäre Knotenkalke sowie vulkanische Pillowlaven und Spilittuffe handelt.

Die Ausstellung wurde durch die tatkräftige Unterstützung vieler Mitglieder des Vereins „Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde e. V.“ ermöglicht.

Vitrine 1

Blick in Vitrine 1
Blick in Vitrine 1
Kalkstein: Knotenkalk, Musterstück, poliert, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, 15 x 10 x 2 cm
Kalkstein: Knotenkalk, Musterstück, poliert, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, 15 x 10 x 2 cm
Agglomeratplatte, Musterstück, poliert, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, 10 x 10 cm, Kommentar: Agglomeratplatten sind Kunstprodukte. Es handelt sich um in Zement gegossenen Natursteinbruch aus verschiedenen Steinbrüchen. Die hellgrauen Bruchstücke bestehen aus Knotenkalk aus dem Steinbruch Kahlleite.
Agglomeratplatte, Musterstück, poliert, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, 10 x 10 cm, Kommentar: Agglomeratplatten sind Kunstprodukte. Es handelt sich um in Zement gegossenen Natursteinbruch aus verschiedenen Steinbrüchen. Die hellgrauen Bruchstücke bestehen aus Knotenkalk aus dem Steinbruch Kahlleite.
Agglomeratplatte, Musterstück, poliert, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, 10 x 10 cm
Agglomeratplatte, Musterstück, poliert, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, 10 x 10 cm
Agglomeratplatte, Musterstück, poliert, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, 10 x 10 cm
Agglomeratplatte, Musterstück, poliert, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, 10 x 10 cm

Vitrine 2

Blick in Vitrine 2
Blick in Vitrine 2
Limonit/Goethit, 22,5 x 15 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Limonit und Goethit kommen in derben Massen und glaskopfartig vor, häufig in der Oxidationszone im oberen Teil des Steinbruchs. Bis zu 1 m große Limonit-Gebilde wurden in Karsttaschen des Knotenkalks vorgefunden.
Limonit/Goethit, 22,5 x 15 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Limonit und Goethit kommen in derben Massen und glaskopfartig vor, häufig in der Oxidationszone im oberen Teil des Steinbruchs. Bis zu 1 m große Limonit-Gebilde wurden in Karsttaschen des Knotenkalks vorgefunden.
Limonit/Goethit, 14,8 x 5,5 x 5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Limonit/Goethit, 14,8 x 5,5 x 5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Limonit/Goethit, 8 x 5,2 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Limonit/Goethit, 8 x 5,2 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Pyrit, 11 x 8,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Die meist würfeligen und seltener pentagondodekaedrischen Kristalle bis 1,4 cm Größe sind in der Regel eingewachsen in dunklen Tuffiten. Oktaedrische Kristalle aus Calcitklüften sind auch bekannt.
Pyrit, 11 x 8,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Die meist würfeligen und seltener pentagondodekaedrischen Kristalle bis 1,4 cm Größe sind in der Regel eingewachsen in dunklen Tuffiten. Oktaedrische Kristalle aus Calcitklüften sind auch bekannt.
Pyrit, Quarz, 3,7 x 2,8 cm, Kristall 1,4 x 1,3 cm!, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Pyrit, Quarz, 3,7 x 2,8 cm, Kristall 1,4 x 1,3 cm!, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Pyrit, 6 x 5,4 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Pyrit, 6 x 5,4 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Pyrit, 6,5 x 5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Pyrit, 6,5 x 5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Siderit, Calcit, 7,8 x 5,7 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Siderit, Calcit, 7,8 x 5,7 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera

Vitrine 3

Blick in Vitrine 3
Blick in Vitrine 3
Quarz, Calcit, 22 x 19 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: In Störungen und Klüften des Spilittuffs ist Quarz an sich nicht selten, jedoch selten in attraktiven und wohlausgebildeten Kristallen. Die Kristalle sind meist trüb, oft extrem verzerrt und bis zu 6 bis 7 cm groß. Klarer Bergkristall bildet nur recht kleine Kristalle. Durch Einschlüsse von Chlorit sind die Quarzkristalle oft grünlich verfärbt.
Quarz, Calcit, 22 x 19 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: In Störungen und Klüften des Spilittuffs ist Quarz an sich nicht selten, jedoch selten in attraktiven und wohlausgebildeten Kristallen. Die Kristalle sind meist trüb, oft extrem verzerrt und bis zu 6 bis 7 cm groß. Klarer Bergkristall bildet nur recht kleine Kristalle. Durch Einschlüsse von Chlorit sind die Quarzkristalle oft grünlich verfärbt.
Quarz, 7,5 x 6,7 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Quarz, 7,5 x 6,7 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Quarz (große Kristalle), 8,5 x 8 x 6 cm, Sammlung: Daniel Köhler
Quarz (große Kristalle), 8,5 x 8 x 6 cm, Sammlung: Daniel Köhler
Quarz (Doppelender, verzerrt), 13 x 8 x 6,5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Quarz (Doppelender, verzerrt), 13 x 8 x 6,5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Quarz (grünlich durch Chloriteinschlüsse), 7,5 x 5,5 cm, Sammlung: Daniel Köhler
Quarz (grünlich durch Chloriteinschlüsse), 7,5 x 5,5 cm, Sammlung: Daniel Köhler
Quarz (kurzprismatisch, glänzend), 7 x 4,5 cm, Kristall 2 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Quarz (kurzprismatisch, glänzend), 7 x 4,5 cm, Kristall 2 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Jaspis / Eisenkiesel (Eisenjaspis), Anschliff, 16,3 x 13,2 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Diese roten kompakten Massen sind Begleiter der Eisenerze des Lahn-Dill-Typus im Steinbruch Kahlleite. Sie wurden bis zu 50 cm mächtig vorgefunden. Das Material ist gut polierfähig und oft mit Hämatit durchsetzt.
Jaspis / Eisenkiesel (Eisenjaspis), Anschliff, 16,3 x 13,2 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Diese roten kompakten Massen sind Begleiter der Eisenerze des Lahn-Dill-Typus im Steinbruch Kahlleite. Sie wurden bis zu 50 cm mächtig vorgefunden. Das Material ist gut polierfähig und oft mit Hämatit durchsetzt.
Jaspis / Eisenkiesel (Eisenjaspis), Anschliff, 12,7 x 6 x 6 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Jaspis / Eisenkiesel (Eisenjaspis), Anschliff, 12,7 x 6 x 6 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Brookit, Quarz, 7,5 x 5,2 cm, Brookit-Kristalle bis 8 mm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Brookit vom Steinbruch Kahlleite wurde bisher noch nicht beschrieben. Ein einziger Fund belegt das Titanmineral jedoch mit bis zu 8 mm großen Kristallen!
Brookit, Quarz, 7,5 x 5,2 cm, Brookit-Kristalle bis 8 mm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Brookit vom Steinbruch Kahlleite wurde bisher noch nicht beschrieben. Ein einziger Fund belegt das Titanmineral jedoch mit bis zu 8 mm großen Kristallen!
Anatas, Quarz, Orthoklas, gesamte Stufe 7,6 x 5 x 3,3 cm mit sehr kleinen Anatas-Kristallen, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Anatas ist vom Steinbruch Kahlleite in dipyramidalen und flachtafeligen Kristallen bekannt. Die hell- oder gelbbraunen Kristalle sind bis 2 mm groß und kommen meist auf Quarz in Klüften des Spilittuffs vor.
Anatas, Quarz, Orthoklas, gesamte Stufe 7,6 x 5 x 3,3 cm mit sehr kleinen Anatas-Kristallen, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Anatas ist vom Steinbruch Kahlleite in dipyramidalen und flachtafeligen Kristallen bekannt. Die hell- oder gelbbraunen Kristalle sind bis 2 mm groß und kommen meist auf Quarz in Klüften des Spilittuffs vor.

Vitrine 4

Blick in Vitrine 4
Blick in Vitrine 4
Aragonit (hellblau), Ankerit, 11,5 x 8,5 x 5,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Exzellente und zum Teil transparente als auch hochglänzende Aragonit-Kristalle sind aus dem Steinbruch Kahlleite bekannt. Sie sind weiß, farblos oder gelbbraun, ganz selten bläulich. Meist sind sie nadelig bzw. prismatisch, manchmal aber auch tafelig bis gedrungen und oft zu schönen Aggregaten verwachsen.
Aragonit (hellblau), Ankerit, 11,5 x 8,5 x 5,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Exzellente und zum Teil transparente als auch hochglänzende Aragonit-Kristalle sind aus dem Steinbruch Kahlleite bekannt. Sie sind weiß, farblos oder gelbbraun, ganz selten bläulich. Meist sind sie nadelig bzw. prismatisch, manchmal aber auch tafelig bis gedrungen und oft zu schönen Aggregaten verwachsen.
Aragonit, Calcit, 8,8 x 8 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Aragonit, Calcit, 8,8 x 8 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Aragonit, 10 x 7 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Aragonit, 10 x 7 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Aragonit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 17 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Aragonit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 17 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Aragonit, 7,5 x 6,5 cm, Sammlung: Herbert Sinnig
Aragonit, 7,5 x 6,5 cm, Sammlung: Herbert Sinnig
Malachit, Calcit, 10 x 7,5 x 5 cm, Malachitbüschel 7 mm, Sammlung: Daniel Köhler, Kommentar: Malachit wurde in Calcitklüften im Knotenkalk gefunden, meist in Form sehr attraktiver radialstrahliger Aggregate. Auf dieser Mineralstufe befindet sich eines der größten bekannten Malachitaggregate aus dem Steinbruch Kahlleite.
Malachit, Calcit, 10 x 7,5 x 5 cm, Malachitbüschel 7 mm, Sammlung: Daniel Köhler, Kommentar: Malachit wurde in Calcitklüften im Knotenkalk gefunden, meist in Form sehr attraktiver radialstrahliger Aggregate. Auf dieser Mineralstufe befindet sich eines der größten bekannten Malachitaggregate aus dem Steinbruch Kahlleite.
Malachit, Calcit, 3 x 1,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Malachit, Calcit, 3 x 1,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Malachit, Calcit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 12 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Malachit, Calcit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 12 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Chalkopyrit, Calcit, 8 x 5,5 x 4,8 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Chalkopyrit, Calcit, 8 x 5,5 x 4,8 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Chalkopyrit, 6,3 x 5,2 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Chalkopyrit, 6,3 x 5,2 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Chalkopyrit (große Kristalle!), Baryt, 5,8 x 4 x 3 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Chalkopyrit (große Kristalle!), Baryt, 5,8 x 4 x 3 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Gibbsit, 6,5 x 5,5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Gibbsit, 6,5 x 5,5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold

Vitrine 5

Blick in Vitrine 5
Blick in Vitrine 5
Cinnabarit, Calcit, 23 x 23 x 15 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Cinnabarit wurde im Wesentlichen einmalig 1993 in einem eng begrenzten Bereich einer Kontaktstörung eingewachsen in Calcit gefunden. Durch Auslaugungs-vorgänge war der Cinnabarit aus dem Calcit freigelegt worden und lag in körnig-warzigen Aggregaten mit zum Teil aber auch deutlichen Kristallen vor.
Cinnabarit, Calcit, 23 x 23 x 15 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Cinnabarit wurde im Wesentlichen einmalig 1993 in einem eng begrenzten Bereich einer Kontaktstörung eingewachsen in Calcit gefunden. Durch Auslaugungs-vorgänge war der Cinnabarit aus dem Calcit freigelegt worden und lag in körnig-warzigen Aggregaten mit zum Teil aber auch deutlichen Kristallen vor.
Cinnabarit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 11 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Cinnabarit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 11 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Cinnabarit, Calcit, 11,5 x 9 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Cinnabarit, Calcit, 11,5 x 9 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Cinnabarit, Pyrolusit, 9 x 5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Cinnabarit, Pyrolusit, 9 x 5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Cinnabarit, Pyrolusit, 6 x 5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Cinnabarit, Pyrolusit, 6 x 5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold

Vitrine 6

Blick in Vitrine 6
Blick in Vitrine 6
Ferroaluminoseladonit, 13,5 x 11 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Das sehr seltene Mineral wurde 1996 im Steinbruch Kahlleite in Blasen-hohlräumen eines Spilitmandelsteins entdeckt. Es bildet skurrile wurmartige Aggregate, die sich aus winzigen Kristallen zusammensetzen. Der Steinbruch Kahlleite ist bislang der einzige nachgewiesene Fundort dieses Minerals in Deutschland. Sammlung:
Ferroaluminoseladonit, 13,5 x 11 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Das sehr seltene Mineral wurde 1996 im Steinbruch Kahlleite in Blasen-hohlräumen eines Spilitmandelsteins entdeckt. Es bildet skurrile wurmartige Aggregate, die sich aus winzigen Kristallen zusammensetzen. Der Steinbruch Kahlleite ist bislang der einzige nachgewiesene Fundort dieses Minerals in Deutschland. Sammlung:
Ferroaluminoseladonit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 10 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Ferroaluminoseladonit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 10 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Ferroaluminoseladonit, 6,5 x 4,8 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Ferroaluminoseladonit, 6,5 x 4,8 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Manganit, 5 x 4 x 3,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Manganit wurde im Steinbruch Kahlleite nur in einem eng begrenzten Bereich einer violett-braunen Pillowlava gefunden. Die wenige Millimeter großen Kristalle sind prismatisch und zeigen einen hohen Glanz.
Manganit, 5 x 4 x 3,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Manganit wurde im Steinbruch Kahlleite nur in einem eng begrenzten Bereich einer violett-braunen Pillowlava gefunden. Die wenige Millimeter großen Kristalle sind prismatisch und zeigen einen hohen Glanz.
Manganit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 17 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Manganit (Detail der vorherigen Stufe), Bildbreite 17 mm, Foto: Matthias Reinhardt
Pyrolusit, Calcit, 7,2 x 5,5 x 4 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Pyrolusit, Calcit, 7,2 x 5,5 x 4 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Pyrolusit, 6 x 4 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Pyrolusit, 6 x 4 cm, Sammlung: Andreas Reinhold

Vitrine 7

Blick in Vitrine 7
Blick in Vitrine 7
Calcit, 35 x 20 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Calcit ist im Steinbruch Kahlleite das häufigste Mineral. Auf den oft vorgefundenen Störungen und Klüften war der Calcit ständig anzutreffen. Es wurden Kristalle bis zu über 10 cm Größe gefunden, meist jedoch stark korrodiert bzw. angewittert. Die Farbvielfalt reicht von weiß, gelblich, beige, hellbraun bis braun.
Calcit, 35 x 20 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: Calcit ist im Steinbruch Kahlleite das häufigste Mineral. Auf den oft vorgefundenen Störungen und Klüften war der Calcit ständig anzutreffen. Es wurden Kristalle bis zu über 10 cm Größe gefunden, meist jedoch stark korrodiert bzw. angewittert. Die Farbvielfalt reicht von weiß, gelblich, beige, hellbraun bis braun.
Calcit (stark korrodierter Kristall), 12 x 7 x 5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Calcit (stark korrodierter Kristall), 12 x 7 x 5 cm, Sammlung: Andreas Reinhold
Calcit, 9,5 x 9 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 9,5 x 9 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 5,2 x 5 x 4,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 5,2 x 5 x 4,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Ankerit auf Calcit, 17 x 6,8 cm, Sammlung: Herbert Sinnig
Ankerit auf Calcit, 17 x 6,8 cm, Sammlung: Herbert Sinnig

Vitrine 8

Blick in Vitrine 8
Blick in Vitrine 8
Calcit (Sinterbildung, Anschliff), 17,5 x 8,8 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: In Karsttaschen und Karstspalten trat Calcit häufig als großflächige Sinterbildung auf, oft mit recht groß auskristallisierten Oberflächen.  Die Sinterbildungen erreichen bis mehrere Dezimeter Mächtigkeit. Stalaktiten und Stalagmiten sind eher selten, skurril geformte Gebilde bis zu höhlenperlenartigen Bildungen wurden immer wieder gefunden.
Calcit (Sinterbildung, Anschliff), 17,5 x 8,8 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera, Kommentar: In Karsttaschen und Karstspalten trat Calcit häufig als großflächige Sinterbildung auf, oft mit recht groß auskristallisierten Oberflächen. Die Sinterbildungen erreichen bis mehrere Dezimeter Mächtigkeit. Stalaktiten und Stalagmiten sind eher selten, skurril geformte Gebilde bis zu höhlenperlenartigen Bildungen wurden immer wieder gefunden.
Calcit (Sinterbildung, Anschliff), 12 x 9,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (Sinterbildung, Anschliff), 12 x 9,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 23 x 8 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 23 x 8 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 17,8 x 10 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 17,8 x 10 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 6,5 x 5,3 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 6,5 x 5,3 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 5,2 x 5,1 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 5,2 x 5,1 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 14 x 6,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, 14 x 6,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (kugelige Sinterbildung), 8 x 6,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (kugelige Sinterbildung), 8 x 6,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (kugelige Sinterbildung), 6,5 x 6 x 5,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (kugelige Sinterbildung), 6,5 x 6 x 5,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera

Vitrine 9

Blick in Vitrine 9
Blick in Vitrine 9
Calcit ("pseudokubisch"), 12,5 x 12 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit ("pseudokubisch"), 12,5 x 12 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit ("pseudokubisch"), 5,2 x 5,1 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit ("pseudokubisch"), 5,2 x 5,1 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (teilweise langprismatisch bzw. "nadelig"), 14 x 11 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (teilweise langprismatisch bzw. "nadelig"), 14 x 11 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (langprismatisch bzw. "nadelig"), 5,2 x 2,2 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (langprismatisch bzw. "nadelig"), 5,2 x 2,2 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (skalenoedrisch), Quarz, 11,5 x 8 x 6,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (skalenoedrisch), Quarz, 11,5 x 8 x 6,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (skalenoedrisch), 6 x 5 x 5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (skalenoedrisch), 6 x 5 x 5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (langprismatisch), 8,5 x 7 x 5,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (langprismatisch), 8,5 x 7 x 5,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (langprismatisch), 6,7 x 4 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (langprismatisch), 6,7 x 4 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, Ankerit, 6,5 x 4,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit, Ankerit, 6,5 x 4,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (korrodiert auf Quarz), 6,3 x 5 x 4,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (korrodiert auf Quarz), 6,3 x 5 x 4,5 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (Zwilling), 9 x 7 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (Zwilling), 9 x 7 cm, Sammlung: Museum für Naturkunde Gera
Calcit (Zwilling), 11,5 x 6 cm, Sammlung: Daniel Köhler, Kommentar: Calcit zeigt im Steinbruch Kahlleite eine reichhaltige Formenvielfalt. Zwillinge wie dieser gehören jedoch zu den Seltenheiten.
Calcit (Zwilling), 11,5 x 6 cm, Sammlung: Daniel Köhler, Kommentar: Calcit zeigt im Steinbruch Kahlleite eine reichhaltige Formenvielfalt. Zwillinge wie dieser gehören jedoch zu den Seltenheiten.
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