Tütenlampe, Petticoat und Nierentisch - Zum Alltagsdesign der 1950er und 1960er Jahre

„Rote Lippen soll man küssen“ sang Cliff Richard zu Beginn der 1960er Jahre. Das Lied beschreibt wie kaum ein anderes das Lebensgefühl der Zeit mit Rock 'n' Roll und schönen Frauen.

Doch nicht nur der Musikgeschmack und die Kleidung veränderten sich in dieser Zeit radikal in Richtung weit schwingender Röcke und Hawaiihemden. Auch in die Wohnungen zog ein anderer Stil ein, der von organischen Formen angeregt war. Möbel und Accessoires nahmen den Sound der Zeit auf. Beredte Zeugen sind Nierentische, Schalensessel, Tütenlampen und vieles mehr.

Die Funktionalität und Klarheit, die Werkbund und Bauhaus vor dem Zweiten Weltkrieg forderten, konnten sich in den 50er Jahren kaum im Alltag durchsetzen. Dominierend wurden Einflüsse, die aus den USA, Italien und Skandinavien kamen.

Das Museum für Angewandte Kunst in Gera zeigt in der Sonderausstellung zahlreiche Objekte aus eigenen Beständen, dem Stadtmuseum und privaten Sammlungen, die zwischen farbenfroher Aufbruchsstimmung und bürgerlicher Spießigkeit oszillierten.

 

Blick in die Ausstellung "Tütenlampe, Petticoat und Nierentisch - Zum Alltagsdesign der 1950er und 1960er Jahre"
Blick in die Ausstellung "Tütenlampe, Petticoat und Nierentisch - Zum Alltagsdesign der 1950er und 1960er Jahre"
Detail aus der Ausstellung "Tütenlampe, Petticoat und Nierentisch - Zum Alltagsdesign der 1950er und 1960er Jahre"
Blick in die Ausstellung "Tütenlampe, Petticoat und Nierentisch - Zum Alltagsdesign der 1950er und 1960er Jahre"
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