Jan Dix (1928-2019). Zu Gast im Geburtshaus des Vaters

Jan Dix wurde als jüngster Sohn des Malers Otto Dix und seiner Frau Martha 1928 in Dresden geboren. Seine Kindheit und Jugend verlebte er nach dem Umzug der Familie zuerst in Randegg am Bodensee und später im neuerrichteten Wohn- und Atelierhaus in Hemmenhofen. Nach einem Musikstudium in Konstanz im Fach Trompete entschloss er sich für eine Ausbildung mit anschließendem Studium in München an der Akademie der Bildenden Künste im Fach Gold- und Silberschmiedekunst. Seit Mitte der 1960er Jahre lebte und arbeitete er in Öhningen.
Das Otto-Dix-Haus zeigt eine kleine Auswahl seiner Werke aus mehreren Jahrzehnten. Zu sehen sind Schmuckgestaltungen, Silberarbeiten und Kleinplastiken. Das Interesse am figuralen Spiel durchzieht seine Werke. In liebevoller Detailarbeit entsteht eine Miniaturwelt die von mythischen und christlichen Helden, von Flora und Fauna belebt wird. Im Spannungsfeld einer archaisch-realistischen Formensprache entfaltet sich eine heiter bis bizarre Bildwelt. Sein Ideenreichtum, seine Lust am Fabulieren und sein Gespür für das Material ließen erlesene Exponate entstehen.


Jan Dix hat sich sehr für das künstlerische Erbe seines Vaters engagiert. Für die Gründung des Otto-Dix-Haus' in Hemmenhofen war er wichtiger Anreger und Ansprechpartner. Ebenso galt sein Interesse stets dem Geburtsort in Gera.

 

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