Mammutbackenzahn aus der Lindenthaler Hyänenhöhle

Projekt MAMMUT

Der Verein „Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde e. V.“ hat das Projekt „MAMMUT“ ins Leben gerufen, denn im Jahr 2024 gibt es zwei für das Museum für Naturkunde Gera relevante Jubiläen: 150 Jahre Entdeckung der Lindenthaler Hyänenhöhle und 120 Jahre Entdeckung des Pohlitzer Wollhaarnashorns.

Die Lindenthaler Hyänenhöhle wurde im Spätherbst 1874 im heutigen Geraer Stadtteil Pforten im Kreuzungsbereich der Pfortener Straße und der Robert-Blum-Straße entdeckt. In ihr fanden sich zahllose Knochen und Knochensplitter von mehr als 30 eiszeitlichen Tierarten, darunter auch Knochenreste und Zähne des Wollhaarmammuts. Bei den Zähnen handelt es sich um mehrere isolierte Backenzähne von ausgewachsenen, aber auch von jungen Tieren (Kälbern).
Mammutbackenzähne haben durch ihre Struktur und ihre Zusammensetzung oft das Problem, im Laufe der Zeit sozusagen in einzelne Teilstücke zu zerfallen. Bei den Mammutbackenzähnen aus der Lindenthaler Hyänenhöhle liegt dieses Problem auch massiv vor, so dass der Erhalt der Zähne ernsthaft gefährdet ist.

Der Verein „Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde e. V.“ setzt sich für die sach- und fachgerechte Erhaltung der Mammutbackenzähne aus der Lindenthaler Hyänenhöhle ein, denn mit einer recht aufwändigen und zeitintensiven konservatorischen Behandlung in einer paläontologischen Spezialwerkstatt können solche Zähne stabilisiert und gesichert werden.

Es steht fest, dass über den Verein „Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde e. V.“ ein Projektantrag beim Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) erfolgreich beschieden wurde. Es handelt sich um Mittel aus Überschüssen der Staatslotterie Thüringens. Die beantragte Fördersumme beträgt 5000,- Euro. Etwa 6500,- Euro kostet die konservatorische Spezialbehandlung aller vorhandener Mammutbackenzähne. Zum Aufbringen des Restbetrages in Höhe von ca. 1500,- Euro haben sich bereits die Chemiewerk Bad Köstritz GmbH, die Zahnarztpraxis Schopplich, die Sparkasse Gera-Greiz und zwei Privatpersonen mit einer Geldspende am Projekt beteiligt.

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KONTAKT VEREIN

Im Juni 2022 werden die Mammutbackenzähne in die Spezialwerkstatt nach Goch am Niederrhein transportiert. Im 3. und 4. Quartal wird dann die konservatorische Behandlung durchgeführt, so dass zum Jahreswechsel 2022/2023 mit dem Abschluss der Arbeiten zu rechnen sein wird.

 

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